Freitag, 10. Oktober 2014

Plannerlove und so

So. Hier dann jetzt auch. Wer mir auf Instagram folgt, hat es vielleicht ja schon gesehen...
Ohne große Worte zeige ich einfach mal mein neues Baby:


Alle, denen ich in den letzten Monaten als der aktuelle Filofaxhype mehr und mehr überschwappte, erzählte dass ich keinesfalls vorhätte, von meinen geliebten Moleskine Kalendern wieder zu Filofax zu wechseln, werden jetzt sicherlich breit grinsen.

Zu meiner Verteidigung kann ich eigentlich auch nur hervorbringen, dass mir mein aktuelles System (welches ich auf Instagram mal vorgestellt hatte) schon lange zu schwer geworden war. Daher hatte ich überlegt, mir zum Anfang des nächsten Jahres ein Midori Travellers Notebook zuzulegen. Nach dem gleichen Prinzip mit den Gummibändern funktioniert auch mein jetziges System, nur habe ich da einen Moleskine Hardcover Kalender drin statt einem Kalenderheft und meine extra für mich angefertigte Lederhülle hat leider auch ein relativ hohes Eigengewicht. Dazu kommt, dass ich mit den Abmessungen von Anfang an nicht zufreiden war, die Mappe ist rundherum gute 2cm breiter als die eigentlichen Moleskine Hefte und Bücher. Der Verkäufer bestand darauf, dass das so sein müsse um stabil zu sein, und so habe ich es dann halt benutzt, obwohl es mir eigentlich schon immer zu klobig war. Nun ist es aber so, dass ich meinen Kalender immer dabei habe, und mir wurde das irgendwann einfach zu viel der Schlepperei. Daher käme auch ein Filofax A5 niemals für mich in Frage, weil das ja auch so riesige unterwegsuntaugliche Trümmer sind.

Zum Vergleich mal mein "Fauxdori" neben meinem Filofax in der Größe Personal. Der Untershcied ist schon beträchtlich. Unter anderem auch weil ich die "Untergröße" Compact gewählt habe, die kleinere Ringe hat und daher etwas schmaler ist. Ich find es sehr schön handlich, habe allerdings derzeit auch nur das Kalendarium von Oktober bis Dezember drin. Ob mir die schmalen Ringe auch für ein volles Jahr auch ausreichen würden, muss sich noch herausstellen.
Midori war dann jedenfalls doch recht schnell aus dem Rennen, als ich gesehen habe, dass die für ein popeliges Kalenderheftchen 30 Euro haben wollen (ich weiß, dass man diese Einlagen auch selber machen kann, aber soweit kommts noch, dass ich mir einen Kalender selber nähe!).
Tja, und dann gabs ja noch dieses Filodingens. Das habe ich "früher" während meiner Studentenzeit tatsächlich auch jahrelang genutzt. Und das sehr gerne. Irgendwann kam dann auch hier die Lust auf was Neues, und ich bin auf Moleskine umgestiegen. Aus mehreren Gründen, zum einen hat mir gefallen, ein in sich abgeschlossenes System zu haben ohne diese ganze Zettelwirtschaft, zudem mochte ich die Ringbindung beim Schreiben nicht so gerne, und dann gefiel mir das Papier von Moleskine einfach so gut. Mein Filofax lag ewig ungenutzt herum bis ich ihn vor wenigen Monaten schließlich verkauft habe.
Denn eigentlich wollte ich ja gar keinen mehr haben! Schon gar nicht im Zuge des aktuellen Hypes, den ich in der Form ehrlich gesagt auch nicht so recht nachvollziehen kann. Schon immer haben manche (wie ich) ihre Kalender, geschmückt mit Bildern und Wörtern, Aufklebern und Erinnerungen. Neu hingegen ist, dass sich ein Kalender angeschafft wird, um diesen zu "dekorieren". Und dann wissen viele nicht mal, wie sie mit dem eigentlichen Zweck dieser Kalender umgehen sollen, sprich was sie überhaupt rein schreiben könnten und gehen letztlich, damit überhaupt was drin steht vielleicht, dazu über, sich ihr Lieblingsessen zu notieren oder eine Liste zum Abhaken ihrer Morgenroutine, einschließlich Aufstehen und Deobenutzung. Das muss ich freilich nicht verstehen, aber ein wenig schräg finde ich das schon.
Und überhaupt, wieso sind die Dinger alle vollgeklebt mit Eulen und Teddybärchen und Elefäntchen und bunten Aufklebern aus dem Billigladen? Mir ist das alles zu kitschig und zu albern, daher war ich einem neuen Filofax stark abgeneigt. Obwohl die ja nun wirklich nix dafür können ;-)

Was ich allerdings nach wie vor haben will: Ein System aus Kalender und Notizbuch. Eins zum Immerdabeihaben, eins zum Notieren von Terminen, Erinnerungen, Alltäglichem und Geistesblitzen. Eins, dem ich nach Lust und Laune Fotos hinzufügen kann, das meine To Do Listen verwaltet und das ich nach auschmücken und gestalten kann, damit es nicht ganz so kahl aussieht. Und das geht ja wohl auch in schön! Auch in einem Filofax.
Ja, und so bin ich letzte Woche eines Tages aufgewacht und wollte einen Filofax haben. Zack! So kanns gehen. Kurz hab ich mich erschrocken, nachdem eine Recherche ergeben hat, dass die immernoch so teuer sind. Vor allem die schönen Modelle. Theoretisch hätte ich auch noch bis zum Ende des Jahres mit dem Kauf warten können, allerdings hatte ich das ganz dringende Bedürfnis, jetzt sofort was Neues zu beginnen, und so habe ich dann am folgenden Tag auf den Bestellbutton gedrückt, da mir ein preislich akzeptables Modell über den Weg gelafen ist: Filofax Compact Patent in der Farbe "Lemon". Ob ich mit dieser Farbe dauerhaft warm werde, wird sich zeigen, leider war meine Wunschfarbe Mint nicht mehr erhältlich. Und zum Nurmalguckenobsmirgefällt ist auch der Gelbe in Ordnung.


Tja, so war das mit dem Filofax und mir. Was kommt da nun rein? Nach wie vor mein Kalendarium (welches ich noch bevor das gute Stück überhaupt bei mir ankam, selbst gestaltet und ausgedruckt habe, aber dazu ein andermal), in welches ich Termine notiere, aber auch To Do Listen und einfach kleine Erinnerungen und Gedankenfetzen. Des Weiteren Notizen und Listen zu den Themen Fotografie und Allesmögliche (ich mach das übrigens total freestyle und unorganisiert ohne zig Kategorien, hauptsache es ist verschriftlicht worden.) Sporadisch wird tatsächlich mal ein Streifen Washi eingeklebt (ohne Eulen und Elefanten allerdings!), und natüüürlich freue ich mich auch auf das Selbermachen der Divider. Wozu hab ich schließlich so viele schöne Papiere? ;-) Was mir auch gefällt bzw was ich an meinem Buchkalendersystem immer ein wenig vermisst habe, ist die Möglichkeit des losen Zwischenheftens einzelner Seiten und Bilder.
Und jetzt bin ich geapannt, ob und wie lange ich bei diesem System bleibe oder ob mir die Buchkalender irgendwann doch wieder lieber sind.

Und jetzt Butter bei die Fische, wer von euch filofaxt auch?

Kommentare

  1. Ich muss gestehen, ich habe auch einen Filofax ^^°
    Und ich habe sogar das gleiche Modell wie du nur in der Farbe "Lavender", also ein helles cremiges lila.
    Ich fand im Sommer den Preis auch noch akzeptabel, transportiere aber meinen Kalender in einer kleinen Tasche (Bento-Tasche), damit die Lackoberfläche geschützt wird.
    Vorrangig schreibe ich Termine rein -> ist ja schließlich ein Kalender! Denn ich habe kein Smartphone wo ich meine Termine in einer Cloud speichere (finde das einfach zu... unsicher?!) Und ja, ich habe schon Kalender von anderen Firmen/No Name Firmen zu Hause wo ich die Seiten "verziert" habe, viele Sticky Notes etc nutze, aber den Hype konnte ich nicht wirklich nachvollziehen.
    Ich hab mir halt dieses Jahr einen Filofax gekauft, weil ich unbedingt diese Pastellfarbe haben wollte, dass war mein Auswahlkiterium, hihi!
    Yoar und ich nutze ein Kalendarium das jemand auf Dawanda gemacht & zum Verkauf angeboten hat. Das gefällt mir besser als das Original.
    Zwar ist das verzieren ganz lustig, machmal mache ich auch themenbezogene Wochen-"Layouts" aber manchmal hab ich gar keine Zeit und dann schreib ich nur was rein. Es ist bei mir schon vorrangig ein Gebrauchsgegenstand.
    lg und ein schönes WE~
    Zombie

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    1. Und wie kommst du mit der Größe so zurecht? Wie schon angesprochen bin ich etwas skeptisch, ob da 12 Monate (1 Woche = 2 Seiten) reinpassen plus Notizen, laminierte Divier etc. Dabei brauch nicht nicht mal soo viel Platz für Notizen, aber allein das Kalendarium fült den bestimmt schon ganz gut.
      Die Oberfläche ich wirklich empfindlich, allerdings habe ich es aufgegeben, Gebrauchsgegenstände immer wie neu halten zu wollen. Wenn ich mich über jeden Kratzer und jede Delle gräme, habe ich dann irgendwann auch keinen Spaß merh dran.

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  2. *LOL*- deine unverblümte Schreibe ("Eulen und Elefäntchen, Morgenroutine....") ist einfach herrlich! Ich habe ja eine Theorie zum Filofax-Infatilismus -wenn man das so nennen mag. Verdrängen der Gedanken an die Verantwortung für das eigene Leben, an welche die Termine einen erinnern. Wenn man ein paar niedliche Pinguine dazwischen klebt, dann sieht das alles so harmlos und süß aus. (Weißheitszähne raus- oh, ein Eichhörnchen! Wobei ein Hamster in dem Fall vielleicht passender wäre).

    Auf jeden Fall, danke für den Einblick!:)

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  3. Sehr nette Theorie. Soweit hatte ich gar nicht gedacht ;-) Und infantil ist gut! Neulich erst hab ich noch zu meiner Freundin gesgat, ich glaube Filofax ist das neue Stickeralbum! Als ich klein war, gab es diese Aben, in denen man Motivsticker sammelte und untereinander tauschte. Allerdings ist mir wirklich ein Rätsel, dass so viele Frauen jenseits der 20 sich für solche albernen Stickermotive begeistern können. Kätzchen und Elefäntchen etc. Erinnere mich an keine Phase meines Lebens, in der ich sowas schön gefunden hätte, nachdem ich älter als 12, 13 war.

    Ich habe immer den Eindruck, das ist einfach eine Modeeerscheinung, und es gibt halt ein gutes Gefühl, sich einzureden man wäre "super organisiert", auch wenn man de facto gar nicht weiß, WAS man sich eigentlich aufschreiben und organisieren will. Das mit der Morgenroutine zum täglichen Abhaken stimmt übrigens wirklich, da hatte mal jemand ein Bild gepostet: "Aufstehcken - check. Waschen - check. Deo - Check." usw. Ich muss ganz ehrlich sagenl ich bin heilfroh, dass ich das noch alles schaffe, ohne den Planner aufgeschlagen neben mir im Bad liegen zu haben.

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  4. Also ich war schon immer eine Listenschreiberin.
    Was ich ins iPhone tippe vergesse ich sofort wieder und schaffe es auch, die Erinnerungen zu ignorieren.
    Schreibe ich mir hingegen etwas auf, brauche ich meist garnicht mehr nachzuschauen, sondern erinnere mich von selbst.Sozusagen von der Hand ins Hirn. :)
    Da ich außerdem schon seit ich Stift und Pinsel halten kann male und zeichne, passiert das auch in meinen Kalendern und Notizbüchern.Durch Scrapbooking wandert jetzt auch mal ein Sticker, Washi oder eine PL Karte mit einem schönen bzw. aufmunternden Zitat hinein.Soweit so gut.
    Wofür ich überhaupt nicht anfällig bin sind diese Niedlich-Geschichten. Die mag ich bei Stempeln nicht, bei Papieren nicht im Übermaß und eben auch nicht im Planer.Schön ja, putzig eher nicht.
    Außerdem frage ich mich immer, wie die Liebhaber all dieser Sticker und Post-It-Massen noch Platz für die Kalenderblätter finden.Ich würde meinen nicht mehr zubekommen.
    Ok, ich habe mir ein paar hübsche Trennblätter aus Scrapbooking Papieren gemacht, da mir die Originale nicht gefielen.Aber für gefühlt 120 Sticky Notes Blöcke und ebensoviele Paperclips ist kein Platz .Ein paar ja - dann muss gut sein.
    Manches erinnert mich an meine Schulhefte der ersten Jahre und das ist... nein, das sage ich jetzt nicht, wie lange das her ist. :)
    Die Verdrängungstheorie gefällt mir sehr gut.
    Ach ja - und ich werde jeden in meiner Umgebung ermuntern, mich umgehend in fachliche Obhut zu geben, sollte ich anfangen, meinen Deokonsum und Zahnpastaverbrauch im Filofax zu dokumentieren.

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  5. Niedlich! Genau, das war das Wort, das ich so diplomatisch mit "albern" umschrieben habe in Ermangelung eines besseren Einfalls *hüstel*
    Ja, vermutlich muss man anfällig dafür sein. Mich wundert nur, dass gerade eine ganze Generation moderner, gut gekleideter junger Frauen sich für diese Geschmacksverirrung begeistern kann.
    Einige führen allerdings einen sehr schönen und ästhetischen Filo/Planner. Solche Insta Accounts schaue ich mir sehr gerne an. (Icg würde meinen schon auch gern mal zeigen, allerdings ist mir das dann irgendwie doch immer zu privat. Mal gucken ob ich mal eine etwas unverfänglche Seite finde zum Zeigen.)

    Vielleicht sollten wir unsere vespcrappten Papiere auflisten und abhaken oder so. Nur damit wir auch mal was richtig SINNVOLLES da rein tun? ;-)

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    1. Ich habe, wenn ich denn mal eine Seite fotografiert und gezeigt habe, das meist gemacht, wenn ich noch nichts hingeschrieben habe, aber schon ein bisschen was eingeheftet (PL Karte mit Spruch oder sonst eine Deko (z.B. Washi) drin hatte.
      Dann ist es nicht zu persönlich.
      Andernfalls, wenn noch nicht zu viel Text zu sehen ist kannst du ja was drauflegen oder ein paar Stifte strategisch günstig platzieren, sodass es überdeckt ist.
      Abhaken vo0n verbrauchtem Scrapmaterial - warum bin ich da noch nicht drauf gekommen (grins). Zumal ja, je mehr man als verbraucht abgehakt hat, die Rechtfertigung für Neuanschaffung immer leichter fällt.

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  6. Also, ich find diese Dinger ja schon irgendwie schick, aber mir persönlich sind sie einfach viel zu teuer.

    Nein, nein, ich darf mir das jetzt nicht länger anschauen... *hust*
    Ähm,. gibt's günstigere Alternativen?

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    1. Ja klar, man kann zB auch einen sogenannten "No Name" Planner kaufen. Karstadt hat eine Marke, die nennt sich glaub ich System. Beim Kaufhof hab ich auch eine Eigenmarke gesehen gestern. Bei Filo zahlt man wie bei allen Marken natürlich auch für den Namen. Man kann allerding smit Geduld und Spucke ein Schnäppchen machen (ich habe für meinen auch deutlich unter Originalpreis gezahlt). Und dann gibts noch ebay und diverse FB Gruppen, auf denen gebrauchte Filos verkauft werden.

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Maira Gall